Vaterschaftsanerkennungen

Nicht verheiratete Mütter können auch schon vor der Geburt des Kindes kostenfrei zusammen mit dem Kindesvater eine Anerkennung der Vaterschaft beim Standesamt oder dem zuständigen Jugendamt erklären.

Die Vaterschaftsanerkennung muss persönlich von Mutter und Vater vor dem Standesamt oder Jugendamt erklärt werden. In jedem Fall muss die (werdende) Kindesmutter zustimmen, damit die Anerkennung wirksam wird.

Ist die Kindesmutter und/oder der Kindesvater noch minderjährig, muss der gesetzliche Vertreter (beide Elternteile) bei gleichzeitiger Anwesenheit zustimmen.

Wird ein Kind nach Rechtskraft der Scheidung seiner Mutter geboren, kann sofort eine Vaterschaftsanerkennung erfolgen.

Ist der Scheidungsantrag anhängig (Scheidungsantrag wurde dem Ehepartner bereits zugestellt), aber das Scheidungsurteil noch nicht rechtskräftig, wird der Noch-Ehemann als Vater eingetragen. Der Gesetzgeber hat für die "qualifizierte Drittanerkennung" nach Geburt des Kindes eine Frist von einem Jahr nach Rechtskraft der Scheidung festgelegt. Der Noch-Ehemann muss der Anerkennung persönlich vor dem Standesbeamten zustimmen.

Die wirksame Anerkennung schafft verwandtschaftliche Beziehungen zwischen Vater und Kind mit unterhalts- und erbrechtlichen Folgen.

Unberührt bleibt die gesetzliche Vertretung und der Familienname des Kindes. Das Kind erhält also zunächst ab Geburt den Namen der Mutter als Familiennamen, sie hat die alleinige Sorge für das Kind. Nach wirksamer Vaterschaftsanerkennung können hierzu jedoch entsprechende Erklärungen abgegeben werden. (z.B. Kind soll den Familiennamen des Vaters erhalten).

Bitte bringen Sie folgende Unterlagen für die Vaterschaftsanerkennung mit:

  • Personalausweise
  • Geburtsurkunde der Kindesmutter und des Vaters
  • Geburtsbescheinigung der Hebamme / des Krankenhauses
  • Evtl. weitere Unterlagen

Wichtig: Die Geburt des Kindes ist umgehend beim Standesamt des Geburtsortes anzumelden !