Namensänderungen

Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) sieht z.B. in folgenden Fällen eine Änderung des Familiennamens vor:

  • Bestimmung des Familiennamens bei der Eheschließung (§ 1355 Abs. 1 BGB)
  • Wiederannahme eines früheren Namens nach Auflösung einer Ehe (§ 1355 Abs. 5 BGB)
  • Erteilung des Familiennamens des anderen Elternteils durch den sorgeberechtigten Elternteil eines unverheirateten Kindes (§ 1617 a Abs. 2 BGB)
  • Neubestimmung des Geburtsnamens des Kindes bei nachträglicher gemeinsamer Sorge der Eltern (§ 1617 b Abs. 1 BGB)
  • Anschlusserklärung eines Kindes bei Bestimmung eines Ehenamens durch die Eltern (§ 1617 c Abs. 1 BGB)
  • Antrag auf Änderung des Geburtsnamens eines Kindes auf Familiennamen der Mutter nach Feststellung der Nichtvaterschaft des Ehemannes der Mutter (§ 1617 b Abs. 2 BGB)
  • Erteilung des Ehenamens auf das Kind durch den sorgeberechtigten Elternteil und dessen Ehegatten (§ 1618 BGB)
  • Namensänderung durch Adoption (§ 1757 BGB)

Bei einer Adoption können unter bestimmten Voraussetzungen auch Vornamen des Kindes vom Gericht geändert werden (§ 1757 Abs. 4 BGB).

Greifen die Möglichkeiten des Bürgerlichen Gesetzbuches nicht oder nicht mehr, um den Namen einer Person zu ändern, kann bei Vorliegen eines wichtigen Grundes trotzdem der Vor- oder Nachname öffentlich-rechtlich geändert werden.

Die Person, deren Name geändert werden soll, muss Deutscher sein und deutschem Recht unterstehen. Die Namensänderung ist schriftlich zu beantragen. Der zuständige Sachbearbeiter (Bürgerbüro) nimmt den jeweiligen Antrag schriftlich auf und gibt ihn an die Namensänderungsbehörde des Landkreises weiter.

Für die öffentlich-rechtliche Änderung von Vor- und Familiennamen werden Gebühren erhoben. Diese können je nach Einzelfall bis zu 1.000,- € betragen.

Die rechtliche Grundlage dieser öffentlich-rechtlichen Namensänderung ist das Gesetz über die Änderung von Vor- und Familiennamen (NamÄndG).