Ottingen

Der Ort wurde erstmals im Jahre 937 erwähnt. Er gehörte lange Zeit zum Kloster Walsrode. Im Jahre 1717 kam Ottingen zum Kirchspiel Visselhövede.

Ottingen war ein bäuerliches Dorf. Fast alle Bewohnen fanden ihre Beschäftigung in der Landwirtschaft. Alle Bauern betrieben selbst Ackerbau und Viehzucht. Neben den landwirtschaftlichen Betrieben gab es in Ottingen auch ein paar Handwerks- und Geschäftsbetriebe, zwei Gaststätten, eine Tischlerei, eine Schmiede, ein Gemischtwarengeschäft, einen Hausschlachter und einen Schuhmacher. Alle Handwerker und Gewerbetreibenden im Dorf hatten aber trotzdem eine kleine Landwirtschaft.

Heute gibt es in Ottingen noch vier Vollerwerbslandwirte und in Riepholm zwei Biolandhöfe. In den letzten 30 Jahren hat sich in Ottingen viel verändert. 1974 wurde Ottingen in die Stadt Visselhövede eingegliedert. Am 23. Mai 1980 war die Einweihung des neuen Feuerwehrhauses. Am 1. Oktober 1989 wurde die Kinderbetreuungsstätte MOMO von der Bezirksregierung Lüneburg offiziell anerkannt.

Der Ottinger Schützenverein feierte am 6. Mai 1989 sein 75 jähriges Bestehen. Das war ein großes gesellschaftliches Ereignis. Mehr als 150 Gäste kamen in den Saal des Gasthauses Baars und konnten ein umfangreiches Programm erleben. Die Gastwirtschaft wurde 1990 geschlossen, der Saal abgerissen. So hatten der Schützenverein, die Feuerwehr, die Tanzgruppe, die Dorfjugend und der Altenkreis die erforderlichen Versammlungsräume nicht mehr.

Es wurde aufgrund dessen ein neues Schützenhaus geplant. Am 8. April 1991 wurde der erste Spatenstich gemacht, am 14. Juni 1991 war das Richtfest und am 1. Mai 1992 war die Einweihung des neuen Schützenhauses. Der gesamte Bau entstand in Eigenleistung der Schützen und Dorfbewohner.

Die Freiwillige Feuerwehr von Ottingen ist sehr aktiv und hat in zahlreichen Jahren die Wanderpokale der Stadtwettbewerbe gewonnen.

Im April 1993 wurde in einer gemeinsamen Aktion von Dorfjugend und Jägern eine Windschutzhecke angepflanzt.

Da es in Ottingen keine Straßennamen gibt, haben die Dorfbewohner eine Orientierungstafel vorm Schützenhaus aufgestellt. Damit die Tafel auch nachts ihren Zweck erfüllen kann, wurde sie mit Beleuchtungsanlagen über Dämmerungsschalter versehen. Zur Einweihung am 3. April 1998 feierten die Ottinger ein kleines Dorffest.

Des Weiteren ist in Ottingen ein Kinderspielplatz in Eigenleistung angelegt worden. Ackern, rackern und die Umwelt für Kinder erfahrbar machen ist ein neues Angebot von zwei Biohöfen in Riepholm.

Auf dem Pferdehof Spielker Ottingen Nr. 17 wurde eine Reithalle errichtet. 2002 erhält die Dorfjugend ihr eigenes Jugendhaus „Haus Gertrud“, welches sie Friedhelm zum Felde zu verdanken hat.

In 2003 wird das Ottingen Ochsenmoor von der Bezirksregierung Lüneburg als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Die Theaterstücke der Ottinger Theatergruppe werden von den Dorfbewohnern immer gern angenommen. Zum 20. Geburtstag der Gruppe in 2002 wurde „Dat Hörrohr“ aufgeführt.

Neben den überwiegend an den alten Dorfstraßen gelegenen Wohnhäusern gibt es in Ottingen ein kleines Baugebiet, das mit dazu beigetragen hat, dass die Einwohnerzahl mit 341 seit etwa 40 Jahren annähernd konstant geblieben ist.

Ein interessanter Zeitzeuge ist die Nachbildung eines Grenzsteins im Westen der Gemarkung an der alten Grenze zwischen dem Bistum Verden und dem Herzogtum Lüneburg. „1576 ließ der Bischof Eberhard (Verden) die vielfach umstrittene Grenze markieren. An jedem Punkt, an dem der Grenzverlauf einen Knick machte, wurde ein runder Erdhügel aufgeworfen“, erklärt Dr. Tempel in der Broschüre „Historische Stätten rund um Visselhövede“.

(Text tlw. von Oskar Hartmann, Ottingen)

...entlang der Warnau...

Über 17,4 km schlängelt sich die Warnau als kleiner Bach, durch teils unberührte Natur und verbindet die Ortschaften Riepholm, Ottingen, Ahrsen, Jarlingen, Cordingen, Hünzingen Kolonie, Hünzingen, Dreikronen und Borg miteinander.

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