Jeddingen

Jeddingen – Entstehung um 500 n. Chr. Im 14. Jahrhundert zum erstenmal urkundlich erwähnt, heißt der Ort Geddinge, Jeddingk oder Jedding, ab 1718 ist der Name Jeddingen gebräuchlich.

Jeddingen ist ein Haufendorf. Den alten Ortskern bilden 10 Halbmeierhöfe. Von 1771 bis zur Verkoppelung (1827 – 1839) siedelten vier Neubauern und sieben Anbauern. Durch Teilungen, Absplitterungen von Ländereien und Verkäufen einiger Höfe im 19. und 20. Jahrhundert entstanden neue Anbauerstellen. Es siedelten sich nach und nach auch Handwerker und kleinere Betriebe an. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden drei Siedlungen.

1974 wurde Jeddingen im Rahmen der Gebietsreform der Stadt zugeordnet und verlor seine Selbständigkeit. Es besteht aber ein Ortsrat mit Ortsbürgermeister. Von 1987 bis 1994 nahm Jeddingen an der Dorferneuerung des Landes Niedersachsen teil. Zugleich wurde die Landesstraße innerhalb des Ortes verlegt, der Ort an die zentrale Schmutzwasserkanalisation und an das Erdgasnetz angeschlossen. Durch die genannten Maßnahmen wurde das Ortsbild maßgeblich verbessert. Im Rahmen des Kreiswettbewerbs „Unser Dorf soll schöner werden – Unser Dorf hat Zukunft“ wurde der Ort 1994 und 1998 Kreissieger. Zur Infrastruktur gehören eine Grundschule mit sechs Klassenräumen, ein Kindergarten, eine Turnhalle und drei Sportplätze mit Sporthaus. Zwei Hotelbetriebe mit ca. 180 Betten, ein Lebensmittelladen sowie etliche Gewerbetreibende vervollständigen das Ortsangebot.

Jeddingen hat sich nach dem Kriege beständig durch die Ausweisung neuer Baugebiete vergrößert. So ist die Einwohnerzahl seit 1939 von 529 (1960: 778) auf nunmehr 1.050 angewachsen. Das aktuelle Neubaugebiet „Am Vogtsmoor“ befindet sich am östlichen Rand des Ortes in einer sehr ansprechenden Lage. Das Vereinsleben hat durch die Einwohnerzuwächse eine kontinuierliche Belebung erfahren. Besonders zu erwähnen sind der Schützenverein (mit über 250 Mitgliedern), der Sportverein (Fußball, Tischtennis, Turnen, ca. 500 Mitglieder), die Feuerwehr und die Dorfjugend. In 2006 fand das Kreisschützenfest in Jeddingen statt.

Im Gegensatz zu einigen anderen Ortschaften im Stadtgebiet hat die Gemarkung Jeddingen einen sehr hohen Feld- und Gründlandanteil, dagegen relativ wenige Waldflächen. Im Westen liegt hinter den Jeddinger Sportanlagen ein größerer Moorbereich. Dieser ist Teil einer Moorkette von Jeddingen über Dreeßel, Odeweg, Weissenmoor und Kirchwalsede bis Unterstedt. Der größte Teil des Moores ist für die Brenntorfgewinnung abgegraben, jedoch sind noch einige Flächen im Urzustand erhalten. Schön angelegte Wanderwege durchziehen das Moor und werden von Urlaubern, Feriengäste und Naturliebhabern gerne begangen. Dam-, Reh- und Schwarzwild kann mit etwas Glück auf den im Moor eingelagerten Wiesen beobachtet werden.