Hiddingen

Die Ortschaft Hiddingen mit Battenbrock und Jürshof besteht aus rund 560 Einwohnerinnen und Einwohnern. Es gibt sechs ältere, ruhige Dorfstraßen und zwei kleine Neubaugebiete. Nur wenige hundert Meter vom Dorfgebiet Hiddingen entfernt befinden sich die kleinen Ortsteile Jürshof und Battenbrock, die aus insgesamt sechs Hofstellen entstanden sind.

Im Mittelpunkt der recht ruhigen Ortschaft befindet sich ein Dorfladen, gegenüber liegt ein altes Mühlengebäude. Das Dorfhaus, verbunden mit den Räumen für die Feuerwehr, wurde 1991 neu erbaut. Hiddingen, Battenbrock und Jürshof verfügen über eine Anzahl von alten Speichern, Fachwerkbauernhäusern, einer alten Schmiede und einer alten Bäckerei, in der ein Holzofenbäcker backt und verkauft. Prägend für den Dorfcharakter sind ein alter Eichenbestand und größere Wiesen innerhalb des Ortsgebietes. Es gibt nur noch sehr wenige haupterwerbliche Landwirte in Hiddingen. Zwei Zimmereien, eine Tischlerei, ein landwirtschaftliches Ersatzteillager, ein Reitbetrieb und ein größerer Hotel- und Restaurantbetrieb sind in der Ortschaft zu finden. Hiddingen ist eingebettet in eine sehr malerische und abwechslungsreiche Landschaft. Südlich des Ortes befindet sich eine weite, landwirtschaftlich genutzte Feldmark. Die stark ansteigenden Flächen gipfeln in dem Höllenberg (93 m) mit Aussichtspunkt und dem Elmhorstberg, auf dem eine Radarstation der Bundeswehr gebaut worden ist.

Die Feldmark stößt an Waldflächen, die in der Hauptsache aus Fichten bestehen (Gilkenheide). Ein Hügelgräberfeld aus der Bronzezeit (1200-1800 v. Chr.) wurde hier entdeckt. Die Stelle ist vom Kreisarchäologen ausgeschildert worden. In nördlicher Richtung grenzt Hiddingen an das einzigartige „Hiddinger Bruch“ mit Bachläufen, großen Wiesen und Weiden, Wäldern und kleinen Moorgebieten. Es handelt sich hier um eine nahezu unberührte Kulturlandschaft, die durch gut ausgebaute Wege ideal mit Fahrrad oder Pferd zu erkunden ist.

Das rege Vereinsleben umfasst den Schützenverein, einen Oldtimer-Trecker Club, die Dorfjugend, den Seniorenclub, den Gemeindenachmittag, einen Kinderspielkreis und den Backofenclub, der alte dörfliche Traditionen pflegt. Die Hiddinger Feuerwehr ist sehr aktiv und beteiligt sich auch außerhalb des Brandschutzes an gemeinschaftlichen Aufgaben im Dorf.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war das damalige Bad Hiddingen ein bekannter Badeort mit einer Heilquelle und vielen Gaststätten, in denen zahlreiche Gäste von außerhalb mit den Ortsansässigen feierten. Auch heute noch lässt die intakte Dorfgemeinschaft keine Feier aus. Dazu gehören ein großes Osterfeuer, Schützen- und Erntefest, Frühschoppen, Beachvolleyballturnier, Kinder- und Backofenfest.

(Text von Gudrun Meyer-Jürshof, Ortsbürgermeisterin)