| Juli 2010 | |||||||
| Mo | Di | Mi | Do | Fr | Sa | So | |
| 26 | 28 | 29 | 30 | 1 | 2 | 3 | 4 |
| 27 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 |
| 28 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 |
| 29 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 |
| 30 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | 31 | 1 |
Viele Menschen wollen Googles automatisierter Bilderfassung widersprechen.
Was soll aus uns werden, wenn wir alt sind? Angesichts einer steigenden Lebenserwartung und zunehmender Kinderlosigkeit wird die Bevölkerungsstruktur, der sich Deutschland in den nächsten Jahrzehnten gegenüber sehen wird, zu einem drängenden Problem.
Eines steht fest: So wie gegenwärtig kann es nicht weiter gehen. Heute leben rund 95 Prozent aller Senioren in ihren angestammten Wohnungen. Möglich ist das oft nur, weil ihnen von Familienmitgliedern im Alltag geholfen wird. Doch dieses Unterstützungssystem wird es bald nicht mehr geben – die gesellschaftlichen „Leistungsträger“ von heute haben keinen oder zu wenig Nachwuchs, um im Alter darauf bauen zu können. Andererseits wollen auch sie weder auf einen eigenen Wohnbereich noch auf Betreuung und Hilfe bei Krankheit oder auch einfach nur zunehmender Schwäche verzichten.
Wohnwünsche und -pläne der betroffenen Gruppe stehen in krassem Widerspruch zum Angebot auf dem Wohnungsmarkt. Die herkömmlichen Wohnungen bieten den künftigen Alten nicht jene Sicherheit, die sie sich im Krankheitsfall wünschen. Und die konventionellen Altersheime, in denen diese Sicherheit gewährleistet wird, entsprechen nicht ihren Vorstellungen von individueller Umgebung oder Nachbarschaft.
Die Lösung: Die Lücke, die sich daraus ergibt, wird mit dem Begriff „Service-Wohnen“ umschrieben. Grob gesagt bedeutet das: in einer von der Größe und Lage her angemessenen Wohnung leben, bei der im Bedarfsfall, etwa durch eine zugehörige Sozialstation, betreuerische oder medizinische Angebote gewährleistet sind. Für eine solche oder ähnliche Möglichkeit wären viele der Betroffenen bereit, ihre heutige Wohnung zu verlassen und im „Alter“ noch einmal umzuziehen.
Die demographische Entwicklung geht auch an Visselhövede nicht vorbei. Aktuell leben in Visselhövede ca. 10.750 Einwohner.
Die Zahlen zeigen, dass 24% der Wohnbevölkerung von Visselhövede 60 Jahre und älter ist.
Interessant ist auch, dass bei den Männern lediglich 21% 60 Jahre und älter sind, während die Quote bei den Frauen bei 28% liegt.
Die grafische Darstellung zeigt, dass in den kommenden Jahren die Anzahl der Senioren in Visselhövede noch zunehmen wird.
Die schwarze Grafik zeigt die Verteilung der Wohnbevölkerung vom Geburtsjahr 2003 bis 1906 getrennt nach männlichen und weiblichen Einwohnern von Visselhövede. Die farbige Überlagerung ist eine Verschiebung dieser Alterspyramide um 10 Jahre, zeigt also die Situation im Jahre 2015. Bedenkt man, dass in den oberen Jahrgängen die dann tatsächlichen Zahlen durch Todesfälle geringer sein werden, so ist doch tendenziell zu erkennen, dass die absoluten Zahlen der über 60-Jährigen und insbesondere der über 70-Jährigen ansteigen werden.
In Visselhövede gibt es zwar gute Angebote von Senioren- und Pflegeeinrichtungen, es mangelt aber an seniorengerechten Wohnungen im Stadtgebiet.
Immer mehr ältere Menschen suchen auch in Visselhövede innerstädtischen, seniorengerechten Wohnraum mit einem flexiblen Pflege-Dienstleistungsangebot. Diese Menschen möchten nicht in ein „Altenheim“ ziehen, sondern ihren Lebensabend in einer eigenen barrierefreien bzw. rollstuhlgerechten Wohnung mitten in der Stadt verbringen.
(Text AGS Plan / Dipl.-Ing. Architekt Ekkehard Tamm)